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Denkmal des Monats

Februar 2015: Ehemaliges Arbeitsamt, Dessau-Roßlau

Im Jahre 1927 wurde die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gegründet. Daraufhin schrieb die Stadt Dessau einen beschränkten Wettbewerb für ein Arbeitsamt aus, das den neuen Anforderungen gerecht werden sollte und mit geringer Beamtenzahl eine große Menge Arbeitssuchender bewältigen konnte. Die Bauarbeiten dauerten von Mai 1928 bis Mai 1929. Nach dem Entwurf von Walter Gropius, der den Wettbewerb gewonnen hatte, entstand ein langgestreckter zweigeschossiger Verwaltungsbau, an den sich ein halbkreisförmiger Flachbau für den Publikumsverkehr anschloss (Abb. 1).

Der äußere Ring des Flachbaus war in fünf gleichartig organisierte Sektoren mit jeweils eigenem Zugang von außen gegliedert, die eine Abfertigung der Arbeitssuchenden getrennt nach Berufsgruppen und Geschlecht ermöglichten. Der Bau besteht aus einem Eisenskelett mit Wänden aus Ziegelmauerwerk. Außen ist das Gebäude mit gelblichen, im Inneren mit glasierten weißen Ziegeln verkleidet. Der gesamte Flachbau wird durch drei konzentrische Sheddächer von oben belichtet (Abb. 2).

Unter der Dachkante verläuft ein weiteres Fensterband, das die ehemaligen Warteräume ausleuchtete. Auch die Innenwände bestehen im oberen Teil aus Glas (Abb. 3). Die großen Fenster in der Außenwand hingegen sind eine spätere Zutat. Seit seiner Sanierung in den Jahren 2002/03 ist das ehemalige Arbeitsamt Sitz des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Dessau-Roßlau.


Text: Uwe Steinecke
Online-Redaktion: Anja Lochner-Rechta

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