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Presseinformationen

Die Presseinformationen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) vor 2024 finden Sie hier.

22. Mai 2024

Bedeutende neue Erkenntnisse zum Merseburger Domhügel: erster Bischofspalast entdeckt

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Martinikurie an der Südspitze des Merseburger Domhügels führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt archäologische und bauhistorische Untersuchungen in dem bedeutenden Denkmal durch. Diese erbrachten wichtige neue Erkenntnisse zur Bebauungsgeschichte des landeshistorisch höchst bedeutenden Ortes. Herausragend ist die Entdeckung der gut erhaltenen Reste eines großen und repräsentativen Vorgängerbaus, bei dem es sich um den ersten Bischofspalast auf dem Domhügel handelt. Er wurde etwa zur Zeit der zweiten Weihe des Merseburger Doms 1042 durch Bischof Hunold (1036 bis 1050) errichtet.

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17. Mai 2024

Bahnbrechende Studie zur Nutzung und Verarbeitung von Nahrungsfetten im 6. bis 1. Jahrtausend vor Christus in Mitteldeutschland

Formen und Verzierungen von Keramikgefäßen werden von Archäologen traditionell zur Unterscheidung und Beschreibung von vorgeschichtlichen Kulturen verwendet. Der Inhalt und die Funktion der Gefäße standen bislang selten im Fokus der Forschung. Nun hat ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt und der Autonomen Universität Barcelona in einer bahnbrechenden Studie die kulinarischen Traditionen in Mitteldeutschland zwischen der Jungsteinzeit und der späten Bronzezeit (6. bis 1. Jahrtausend vor Christus) untersucht. 124 Keramikgefäße wurden auf Lipidrückstände von Nahrungsmitteln untersucht und so die Funktion der Gefäße bestimmt. Es handelt sich um die bisher größte Datenserie für die Region, wobei die Proben sowohl aus Gräbern als auch aus Siedlungen stammen. Eines der bemerkenswerten Ergebnisse dieser Studie ist ein deutlicher Anstieg der Nutzung von Milchprodukten im Zusammenhang mit dem Aufkommen kleiner Tassen und Amphoren im 4. Jahrtausend vor Christus (Baalberger Kultur). Während des 3. Jahrtausends vor Christus weisen Gefäße aus Bestattungskontexten der Schnurkeramik-Kultur auf eine zunehmende Bedeutung von tierischen Produkten hin, die nicht von Wiederkäuern stammen. Hingegen wurde innerhalb der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur (ungefähr 2200 bis 1550 vor Christus) in stark standardisierten Keramikformen, die den ebenfalls stark reglementierten Grabbeigaben dieser ersten hierarchischen Gesellschaft entsprechen, eine überraschend große Vielfalt tierischer und pflanzlicher Produkte nachgewiesen.

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2. Mai 2024

Buchvorstellung ›Bad Dürrenberg im Wandel der Zeit‹

Der Kurpark von Bad Dürrenberg ist nicht nur der Fundort der berühmten ›Schamanin‹ von Bad Dürrenberg und Schauplatz der 5. Landesgartenschau Sachsen-Anhalt 2024, sondern auch ein bedeutendes Baudenkmal. Eine neue Publikation des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt widmet sich erstmals der Geschichte und Entwicklung der Solestadt sowie ihrer Saline- und Kuranlagen. Der reich bebilderte Band ermöglicht einen wissenschaftlich fundierten Überblick über wichtige Zeugnisse der Gartenkunst und Industriekultur in Bad Dürrenberg und darüber hinaus. Auch die Ergebnisse archäologischer Untersuchungen im Kurpark im Vorfeld der Landesgartenschau werden hier präsentiert.

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30. April 2024

Neue Forschungen zum Umfeld von Pfalz und Kloster Memleben

Seit einigen Jahren steht die Kulturlandschaft rund um das ehemalige Kloster Memleben im Zentrum eines wichtigen Forschungsprojektes des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt. Den Erfolg der systematischen und flächendeckenden landschaftsarchäologischen Untersuchung des räumlichen Umfeldes der einstigen Königspfalz verdeutlichen die Ergebnisse der aktuellen archäologischen Ausgrabung: Nördlich der Unstrut konnten eine bislang unbekannte befestigte Siedlung identifiziert und die Überreste zweier beeindruckender Steinbauten – einer mehrphasigen Kirche sowie eines Wohnbaus – untersucht werden.

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25. April 2024

Konserven der Steinzeit?

Die zahlreichen Kiesgruben im mittleren Elbtal bei Magdeburg haben bereits viele herausragende archäologische Funde aus dem Zeitraum zwischen dem mittleren Jungpleistozän (Weichseleiszeit) und der Neuzeit geliefert. Insbesondere für das Pleistozän bieten die tiefen Aufschlüsse in sonst mächtig überdeckte Schichten immer wieder überraschende Einblicke und Erkenntnisse. In der Kiesgrube Barleben-Adamsee gelang es nun, neben Feuersteingeräten fünf etwa 42.000 bis 50.000 Jahre alte Schildkrötenpanzerfragmente zu bergen. Bei den Schildkröten könnte es sich um leicht transportable Nahrungsreserven früher Menschen gehandelt haben.

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18. April 2024

Ein Raum für eine besondere Frau

Das Grab der ›Schamanin‹ von Bad Dürrenberg, einer der bedeutendsten Funde der mitteleuropäischen Archäologie, wurde 1934 zufällig im Kurpark von Bad Dürrenberg entdeckt. In den letzten Jahren stand es im Fokus neuer umfangreicher und intensiver Untersuchungen am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Mittels modernster Methoden und interdisziplinärer Untersuchungen wurden nicht nur den bereits bekannten Fundstücken neue Erkenntnisse entlockt. Bei erneuten Grabungen des Landesamts für Dekmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt am Fundort konnten sogar Reste der ehemaligen Grabgrube sowie weitere Fundobjekte geborgen werden. Um den wichtigen neuen Forschungsergebnissen Rechnung zu tragen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde die Präsentation zur ›Schamanin‹ von Bad Dürrenberg im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) nun inhaltlich überarbeitet und neu gestaltet.

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26. März 2024

Frühbronzezeitliche Herrscher in Europa

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) präsentiert nicht nur selbst regelmäßig Ausstellungen mit hochkarätigen Leihgaben wie aktuell die Schau ›Magie – Das Schicksal zwingen‹. Objekte aus der Sammlung des Landesmuseums sind auch im Ausland gefragt – kaum eine Ausstellung zur europäischen Bronzezeit kommt ohne Funde aus Sachsen-Anhalt aus. Am 26. März 2024 startete nun im Museo Arqueológico Provincial de Alicante (MARQ) in Spanien die bislang größte Ausstellung zur Frühbronzezeit auf der iberischen Halbinsel – mit zahlreichen Leihgaben aus Halle und unter reger Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt.

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11. März 2024

Taufe der Ottonen

Mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte sind die Bauten auf dem Stiftsberg zu Quedlinburg weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus von erheblicher Bedeutung, wie nicht zuletzt ihr Status als Weltkulturerbe der UNESCO belegt. Bei aktuellen archäologischen Untersuchungen in der Krypta der Stiftskirche konnte der Standort eines Taufbeckens identifiziert werden, bei dem es sich nicht nur um den ältesten Nachweis eines vierpassförmigen Taufbeckens nördlich der Alpen, sondern auch sehr wahrscheinlich um den Ort handelt, an dem verschiedene namhafte Mitglieder des Herrschergeschlechtes der Ottonen das Sakrament der Taufe empfingen.

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28. Februar 2024

Magie – Das Schicksal zwingen

Die neue Sonderausstellung ›Magie – Das Schicksal zwingen‹ im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) widmet sich einem kulturhistorischen Phänomen, das alle Epochen der Menschheitsgeschichte bis in die Gegenwart hinein durchzieht. Anhand zahlreicher Exponate, vor allem aus unterschiedlichen Regionen Mitteleuropas und des Mittelmeerraumes, aber auch aus Haiti, wird sie vom 1. März bis zum 13. Oktober 2024 anschaulich die Allgegenwart magischen Denkens und Handelns vermitteln. Anlässlich der Pressekonferenz zur Ausstellungseröffnung erhielt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff bereits heute einen Eindruck davon, wie sehr das Streben der Menschen um positive Einflussnahme auf ihr Schicksal die Kulturgeschichte prägt – und dies bis in die jüngste Vergangenheit hinein.

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30. Januar 2024

Buchvorstellung: ›Das Prämonstratenserstift Jerichow‹

Das ehemalige Prämonstratenserstift Jerichow mit seiner Stiftskirche St. Marien und St. Nikolaus ist ein beeindruckendes Zeugnis der Backsteinromanik Norddeutschlands. Die 59 Meter hohen Kirchtürme dominieren die Elbauen am südöstlichen Rand der Altmark. Die neuesten Forschungsergebnisse zu dem Ensemble wurden nun in dem Band ›Das Prämonstratenserstift Jerichow. Neue Forschungen zu Geschichte, Archäologie, Bau- und Kunstgeschichte‹ zusammengefasst vorgelegt. Das 900-jährige Jubiläum des Prämonstratenserordens im Jahre 2021 wurde vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zum Anlass genommen, dem ehemaligen Prämonstratenserstift Jerichow eine umfangreiche Publikation zu widmen.

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