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Presseinformationen

20. Oktober 2021

Im Schutt des Corps de Logis. Archäologische Dokumentation der Ausschachtungsarbeiten am Zerbster Schloss

Im Zuge von Ausschachtungsarbeiten zum Einbau einer Aufzugsanlage am Zerbster Schloss führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt von Mitte August bis Mitte Oktober 2021 baubegleitende archäologische Dokumentationsarbeiten am Zerbster Schloss durch. Dabei konnten zahlreiche Funde geborgen werden, die Aufschluss über das Leben der Bewohner des Schlosses in der Barockzeit, aber auch Hinweise auf eine ältere, vorbarockzeitliche Nutzung des Geländes geben. Andere Beobachtungen lassen sich mit der jüngsten Geschichte der Stadt Zerbst in Verbindung bringen. Im Rahmen der Umsetzung eines kulturellen Nutzungskonzeptes durch den Förderverein Schloss Zerbst erfolgten von Mitte August bis Mitte Oktober 2021 Ausschachtungsarbeiten am Zerbster Schloss. Der Einbau einer Aufzugsanlage am noch bestehenden Ostflügel des Schlosses im Bereich des ehemaligen Corps de Logis, des Haupttraktes des Schlosses, erforderte die Freilegung verfüllter Keller und Fundamentbereiche bis in eine Tiefe von sieben Meter unter der heutigen Geländeoberkante. Die Freilegungsarbeiten auf einer Gesamtfläche von etwa 260 Quadratmeter wurden durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt baubegleitend archäologisch dokumentiert.

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5. Oktober 2021

Archäologische Ausgrabungen im Kloster Memleben erhellen Baugeschichte und Gestalt der monumentalen Kirche Kaiser Ottos II.

Memleben gehört als Standort einer ehemaligen Kaiserpfalz und wegen seines Klosters zu den bedeutendsten historischen Orten in Sachsen-Anhalt. Otto II., Sohn und Nachfolger von Otto dem Großen, gründete hier ein bedeutendes, reich ausgestattetes Benediktinerkloster, das seit 2017 im Fokus von Lehr- und Forschungsgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) in Kooperation mit der Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben sowie dem Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Hochschule Anhalt (HA) steht. In diesem Jahr widmen sie sich erstmals der monumentalen Kirche aus der Zeit der Klostergründung im 10. Jahrhundert. Das Denkmalareal des einstigen Klosters Memleben gehört zu den bedeutendsten historischen Orten in Sachsen-Anhalt und ist ein besonderer Glanzpunkt auf der Straße der Romanik. Im 10. Jahrhundert ging Memleben in die Geschichte ein: Hier tat König Heinrich I. im Jahr 936 seinen letzten Atemzug und sein Sohn wurde an seinem Sterbebett zum Nachfolger designiert. Zudem verstarb er als Otto der Große 973 ebenfalls hier. Sein Erbe Otto II. machte aus Memleben einen Memorialort zum Gedenken an sein Elternhaus.

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5. Oktober 2021

Ausgrabungen an der Doppelkapelle St. Crucis in Landsberg

Die Doppelkapelle St. Crucis in Landsberg, die sich eindrucksvoll auf einem Porphyrfelsen über die Landschaft erhebt, ist das letzte obertägig erhaltene Zeugnis dafür, dass sich hier einst eine bedeutende Burg aus dem 12. Jahrhundert befand. Deren Überreste stehen nun erstmals im Fokus einer Lehr- und Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Bereits wenige Wochen nach Beginn der Untersuchungen zeichnen sich spannende und aufschlussreiche Erkenntnisse zum Leben auf der mittelalterlichen Burg ab. Die auf einer markanten Porphyrkuppe weithin sichtbare Doppelkapelle St. Crucis in Landsberg stellt nicht nur eine eindrucksvolle Landmarke, sondern auch ein besonderes Kleinod auf der Straße der Romanik dar. Zugleich ist der Bau das einzige obertägig sichtbare Zeugnis einer bedeutenden Burg. Diese wurde im 12. Jahrhundert von Dietrich, einem Sohn des Markgrafen Konrad von Meißen, errichtet und war bis Anfang des 13. Jahrhunderts namengebend für eine Nebenlinie der Wettiner.

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26. August 2021

Außergewöhnliche Bestattung der Frühbronzezeit in Friedrichsschwerz entdeckt

Bestattungen von Säuglingen und Kleinstkindern aus vorgeschichtlicher Zeit können bei archäologischen Ausgrabungen nur äußerst selten dokumentiert werden. Eine außerordentliche Überraschung stellt deshalb ein Säuglingsgrab der entwickelten Aunjetitzer Kultur (ab etwa 2000 bis 1550 vor Christus) dar, das kürzlich bei archäologischen Untersuchungen im Vorfeld des Ausbaus der Autobahn A 143 bei Friedrichsschwerz (Stadt Wettin-Löbejün, Saalekreis) zu Tage kam. Die runde, steinumstellte Grabgrube barg zudem eine bronzene Armspirale in Erwachsenengröße. Innerhalb der stark hierarchisch gestaffelten Aunjetitzer Gesellschaft, in der nur den wenigsten Menschen überhaupt Grabbeigaben aus Bronze zustanden, ist dies als deutlicher Hinweis auf die gehobene gesellschaftliche Position des Kindes zu sehen. Eine Position, die das Kind aufgrund seines zarten Alters nicht selbst errungen haben kann, sondern in die es hinein geboren und entsprechend derer es nach seinem frühen Tod bestattet wurde. Im Vorfeld des Ausbaus der Autobahn A 143 finden bei Friedrichsschwerz (Stadt Wettin-Löbejün, Saalekreis) derzeit auf einer Fläche von etwa 56 Hektar großflächige archäologische Untersuchungen statt. An der fortdauernden Ausgrabung der bislang rund 20 Fundstellen unterschiedlichster Zeitepochen sind derzeit über 80 Personen beteiligt.

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6. Juli 2021

Ofenkacheln geben Einblicke in Alltags- und Wohnkultur. Präsentation archäologischer Funde aus der Burg Querfurt

Im Zusammenhang mit der Umgestaltung von Wegen und Plätzen innerhalb der Burg Querfurt fanden von Juni 2018 bis Juli 2020 dort archäologische Ausgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt statt. Sie erbrachten wichtige Erkenntnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Burg, die auf eine mehr als tausendjährige Vergangenheit zurückblicken kann und zu den beliebtesten Stationen auf der Straße der Romanik gehört. Unter den großen Mengen an Funden, die im Zuge der Untersuchungen zu Tage kamen, waren auch unzählige Fragmente von größtenteils grün glasierten Ofenkacheln. Sie stammen aus einer bis zu 130 Zentimeter mächtigen Schuttschicht des 17. Jahrhunderts zwischen der unteren Mantelmauer des Dicken Heinrich und den Kasematten der Westtoranlage, die vorrangig aus Abbruchschutt mehrerer Kachelöfen des 16. Jahrhunderts bestand. Die Schicht entstand vermutlich im Zuge der Aufräumarbeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg, als 1654 die schwedische Besatzung abzog und nachdem die Burg vorher jahrelang in einem verwüsteten Zustand verharrt hatte.

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23. Juni 2021

Verschwundene Kirche Kaiser Ottos des Großen in Helfta entdeckt

Bereits vor der Gründung des heute wieder bestehenden Zisterzienserinnenklosters St. Marien zu Helfta im 13. Jahrhundert besaß der Ort vor den Toren der Lutherstadt Eisleben (Lkr. Mansfeld-Südharz) eine immense Bedeutung: Im späten 9. Jahrhundert wird er als »Helpide« und »Helphideburg« im Hersfelder Zehntverzeichnis, einer Abgabenliste der Reichsabtei Hersfeld, erwähnt, im 10. Jahrhundert belegt die Präsenz ottonischer Herrscher die Funktion des Ortes als Königshof und Königspfalz. Nachgewiesen sind zwei Aufenthalte Kaiser Ottos des Großen und seines Sohnes, Ottos II. – im Vergleich mit anderen Pfalzen erscheint das wenig, so dass Helfta lange im Schatten berühmterer mitteldeutscher Pfalzorte wie Memleben oder Quedlinburg stand. Die wichtige Rolle des Platzes wird jedoch durch heimatkundliche und archäologische Feldforschungen erhellt, darunter insbesondere die vor einigen Jahren durchgeführten geophysikalischen Prospektionen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie.

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3. Juni 2021

›Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte‹. Eröffnung der Landesausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale)

Vor fast 20 Jahren gelangte die Himmelsscheibe von Nebra und damit eines der faszinierendsten und bedeutendsten Objekte der Bronzezeit erstmals ins Licht der Öffentlichkeit. Vom 4. Juni 2021 bis zum 9. Januar 2022 präsentiert das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) in der großen Landesausstellung ›Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte‹ nun die weitreichenden Ergebnisse der Himmelsscheiben-Forschungen der letzten zwei Dekaden. Die Schau entführt den Besucher mit ihrer spektakulären Inszenierung anhand von 400 hochrangigen, teils noch nie in Deutschland gezeigten, Exponaten auf einer Ausstellungsfläche von rund 900 Quadratmetern in die längst vergangene Zeit der Himmelsscheibe von Nebra, eine Epoche, die mit ihren überregional-weitverzweigten Netzwerken gar nicht so verschieden von unserer heutigen, globalisierten Welt erscheint. Die Landesausstellung entstand in Kooperation mit dem British Museum in London und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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2. Juni 2021

Buchpräsentation ›Welterbe in Sachsen-Anhalt‹

Sachsen-Anhalt weist bundesweit eine einzigartige Dichte von Stätten des UNESCO-Welterbes auf. Auf engstem Raum haben in dieser Region seit Jahrhunderten immer wieder Anstöße und weltverändernde Ideen Gestalt gewonnen, die den Kontinent geprägt haben. Fünf Stätten des kulturellen Erbes und drei herausragende Objekte des Dokumentenerbes in Sachsen-Anhalt hat die Weltgemeinschaft als universelles Erbe anerkannt. Sie prägen heute die kulturelle Identität und die Selbstwahrnehmung des Landes. Von hier nahmen Neuerungen ihren Ausgang, die die Welt bewegten und denen man noch heute in Quedlinburg, im Naumburger Dom, den Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, dem Gartenreich Dessau-Wörlitz und den Dessauer Bauhaus-Bauten nachspüren kann. Eingebettet sind etliche dieser Stätten in das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, dessen bedeutendes Ökosystem genauso zum Erbe der Menschheit gehört wie die Himmelsscheibe von Nebra. Unter dem Titel ›Welterbe in Sachsen-Anhalt‹ lädt nun ein opulent ausgestattetes Buch ein zu einer Reise durch dieses reiche Kulturland, das auch den gesamteuropäischen Vergleich nicht zu scheuen braucht.

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18. Mai 2021

Beginn der diesjährigen Ausgrabung am Ringheiligtum Pömmelte

Seit 2018 steht das Umfeld des Ringheiligtums von Pömmelte, des ›deutschen Stonehenge‹, im Mittelpunkt intensiver archäologischer Untersuchungen. Diese können dank der Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie des Landes Sachsen-Anhalt auch im laufenden Jahr fortgesetzt werden. Die archäologischen Ausgrabungen erfolgen in Kooperation mit dem Salzlandkreis, der Kloster Bergesche Stiftung, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Universität Southampton und lassen weitere wichtige Erkenntnisse zur Kulturlandschaft an der Elbe erwarten.

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12. Mai 2021

Moderne Technik ermöglicht neue Erkenntnisse zur Himmelsscheibe von Nebra

Obwohl die Himmelsscheibe von Nebra sicherlich als eines der am intensivsten erforschten archäologischen Objekte überhaupt gelten kann, boten die Vorbereitungen der Landesausstellung ›Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte‹  jetzt die Gelegenheit zu neuen Untersuchungen. Modernste bildgebende Verfahren erbrachten auch fast 20 Jahre nach dem Beginn der Erforschung neue spannende Erkenntnisse zur Konzeption, Fertigungsweise und weiteren Objektgeschichte dieses wichtigen Schlüsselfundes.

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10. Mai 2021

Neues Institut vorgestellt: Landesgeschichte erforschen und vermitteln

Am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie wird mit der kürzlich eingerichteten Abteilung ›Institut für Landesgeschichte‹ ein neues Tätigkeitsfeld erschlossen. Zusammen mit den Fachabteilungen ›Bau- und Kunstdenkmalpflege‹ und ›Bodendenkmalpflege‹ widmet sich das Landesamt nun der allen Aspekten der Erforschung des Kulturerbes des Landes Sachsen-Anhalt.

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6. Mai 2021

Die Stationen der Tourismusroute Himmelswege und ihre Umgebung erleben

Um die Stationen der Tourismusroute Himmelswege und ihre an bedeutenden Kulturdenkmalen reiche Umgebung insbesondere für Besucher zu Fuß und mit dem Rad erlebbar zu machen, wurde im Rahmen des Projektes ›Kontextualisiertes Erleben der Himmelsscheibe von Nebra‹ eine Reihe von Entdeckerkarten entwickelt. Diese führen nicht nur zu den Stationen der Himmelswege, sondern erschließen darüber hinaus auch die spannenden Mikroregionen, in die diese Stätten eingebettet sind.

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22. Februar 2021

Die neue Online-Filmreihe ›MUSEUM EXKLUSIV‹ – Harald Meller führt durch das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle

Wie viele Museen musste auch das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) pandemiebedingt seine Pforten bis auf weiteres schließen. Um auch in Zeiten äußerst eingeschränkten Kulturbetriebes allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, das reichhaltige archäologische Erbe Mitteldeutschlands erleben zu können, haben wir eine neue Filmreihe ins Leben gerufen. Sie ist ab heute auf YouTube, Vimeo und der Website des Landesmuseums für Vorgeschichte zu sehen.

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15. Dezember 2020

ESA-Astronaut Matthias Maurer wählt Himmelsscheibe von Nebra als Missionslogo

Wie die Europäische Weltraumorganisation ESA mitteilte, wurde der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer gestern für seine erste Mission zur Internationalen Raumstation ISS ausgewählt. Er wird voraussichtlich im Herbst 2021 für sechs Monate ins All fliegen. Seine Weltraummission steht unter dem Motto ›Cosmic Kiss‹. Für das Missionsabzeichen ließ Maurer sich von der mittlerweile weltbekannten Himmelsscheibe von Nebra inspirieren. Gleichzeitig schlägt er dabei eine Brücke zu den Pioneer-Plaketten und den Voyager Golden Records, die mit Nachrichten von der Erde auf Raumsonden im Weltall unterwegs sind.

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13. November 2020

Wissenschaftskrimi gelöst: Die Himmelsscheibe von Nebra stammt aus der frühen Bronzezeit

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete astronomische Darstellung der Welt. Lange Zeit war sich die Fachwelt einig, dass der Fund der Bronzezeit zugeordnet werden kann. Zwei deutsche Prähistoriker behaupteten in diesem Jahr, dass die Scheibe aus der Eisenzeit stamme und lösten damit eine Kontroverse aus. Neue Untersuchungen geben in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachzeitschrift ›Archaeologia Austriaca‹ aber nun Entwarnung: die Himmelsscheibe datiert eindeutig in die Bronzezeit.

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